Aktuelles

Tagesfahrt der VBB Ruheständler in die Eifel

kIMG_2786.jpg

Der Vertreter der VBB-Ruhestandsbeamten-/ Innen im Bereich IX, Peter Balmes hatte im Rahmen des Jahresprogrammes der Pensionäre die VBB-Kolleginnen und Kollegen und deren Partner zu einer Tagesfahrt in die Eifel mit einem interessanten Programm eingeladen. Im modernen Reisebus ging die Tour von Koblenz zunächst zur Glockengießerei in Brockscheid im Kreis Daun. Hier erhielt die Gruppe im Familienunternehmen Mark-Maas unter sachkundiger Führung Einblicke in die Herstellung von Kirchenglocken aus Bronze in allen Details und Arbeitsschritten von der Lehmform bis zur fertig gegossenen Glocke. Die Herstellung einer Glocke, so der Werksführer,  erfolgt ausschließlich in Handarbeit. Es sind hierbei eine ganze Reihe verschiedener Arbeitsschritte nötig. Zuerst muss eine Form für die spätere Glocke erstellt werden. Diese Form wird ausschließlich aus Ziegelsteinen und Lehm erstellt. Der Lehm bekommt als Zusatz zur Festigung und zur Verhinderung von Rissen während der  Trocknung des Lehms, ein Gemisch aus Pferdemist und Rinderhaare. Die Form wird dann mit Hilfe einer Schablone, die der Glockengießer fertigt, aufgeformt. Auf ein Buchenbrett zeichnet der Glockengießer das Profil der späteren Glocke auf. So weiß er schon vor dem Guss der Glocke, wie groß und wie schwer sie wird und vor allem welchen Ton sie bekommt. 3- bis 4-mal im  Jahr  werden hier Glocken aller Größen gegossen. Im Unternehmen der Familie geht man dem Kunsthandwerk Glockengießen schon seit dem Jahr 1620 nach. Damals besaß man jedoch keine feste Werkstatt an einem bestimmten Standort, sondern man zog von Gemeinde zu Gemeinde, um an Ort und Stelle Glocken gießen zu können. Während der zahlreichen Kriege waren die Glockengießer von den Kriegsherren mit dem Guss von Kanonen beauftragt. Zur Produktpalette der Glockengießerei gehört auch die Fertigung kleiner Glöckchen aus Messing und Bronze, alle Arten von Bronzekunstguss, Ofenplatten aus Bronze und Eisen, und Kunstgussartikel nach eigenen Wünschen. Für mittlere und große Kirchenglocken werden hier auch hochwertige Glockenstühle aus Holz und Stahl und auch Turmjalousien hergestellt. Die Installation und Restaurierung alter Turmuhren und Glockenanlagen rundet das Produktprogramm ab.

Nach einer Stärkung in der angrenzenden Glockenstube ging´s nach Immerath zum Schulmuseum. Unter fachkundiger Führung von Denise Wagner-Schumann konnten die Pensionäre im Untergeschoss des alten Schulhauses zunächst alles über das Backen von Brot in den früheren Zeiten im Steinofen erfahren, bevor über eine schmale Wendeltreppe führend der original erhaltene Klassenraum mit alten Schulbänken, Schiefertafel und Lehrerpult im ersten Stock erreicht wurde.

kIMG_2792.jpg

Hier wurde für die Besuchergruppe der Schulalltag früherer Zeitepochen lebendig. Anschaulich wurde über die schulische Entwicklung in den vergangenen 200 Jahren in diesem im Kreis Daun wohl ältesten Schulhaus berichtet und daran erinnert, dass vor Einführung der allgemeinen Schulpflicht sogenannte "Winterlehrer" ohne pädagogische Vorbildung unterrichteten, die sich im Sommer ein Zubrot in Landwirtschaft und Handwerk verdienen mussten. Denn damals noch verdiente der Dorfhirte mehr als der Dorfschulmeister. Geregelte Schulverhältnisse erfolgten erst mit  Einführung der Schulpflicht um etwa 1830. Beengte Räumlichkeiten, fehlende Arbeitsmittel und wechselnde Schulaufsichten erschwerten allerdings im vergangenen Jahrhundert die Arbeit der Lehrer. Dies wurde den Besuchern bewusst, als sie durch das Backhaus im Erdgeschoss die steile Treppe zum kleinen Schulzimmer hinaufstiegen, wo früher oftmals bis zu 60 Schüler unterrichtet wurden. Außerdem diente der Klassenraum teilweise als Lehrerwohnung. Bei Speis und Trank und guter Unterhaltung klang die Tagesreise im Hotel „Zur Post“ in Welling bei Mayen aus.

 Bereichswanderung 2017

wanderung2017.jpg

Wie jedes Jahr im September wanderten auch in diesem Jahr am Sonntag, den 17.09.2017 Aktive und Pensionäre des Bereiches BAAINBw traditionell bei bestem Wanderwetter - diesmal durch den schönen Hunsrück.

Rund 40 Mitglieder nahmen unter bewährter Führung und Organisation der Geschäftsführerin Frau Niehl - unterstützt von ihrem Ehemann Peter - den wunderschönen ca. 7 Km langen Burgstadtweg in Kastellaun in Angriff. Zum Abschluss wurde noch der Kyrillpfad bewältigt, der ein sehr interessantes Auf- und Ab über die von dem Sturm seinerzeit gefällten Bäume bot.

Zum Abschluss des schönen Ausfluges wurde auf Empfehlung eines unserer Vertrauenspersonen die Scheune im Hunsrückdorf Bickenbach besucht, wo der Tag bei gutem Essen und Trinken - insbesondere bei überraschend guten Weinen seinen Ausklang fand.

Der Vorsitzende des Bereiches BAAINBw Jakob Milles bedankte sich bei allen Teilnehmern und stellte als gebürtiger "Eifelbär" für's nächste Jahr auf jeden Fall eine erneute Wanderung in Aussicht - am liebsten dann mal wieder in seinem Heimat-Mittelgebirge.

Telearbeit: Eine Win-Win Situation für Vorgesetzte und Mitarbeiter-/innen. Oder?

 Telearbeit, anfangs sehr restriktiv gehandhabt und auf wenige Dienstposten beschränkt, hat sich im Bereich BMVg mittlerweile zu einer Regelarbeitsform etabliert.

Unabhängig von sozialen Indikatoren kann der Antrag auf Einrichtung eines Telearbeitsplatzes gestellt werden. Einzig dienstliche Interessen dürfen dieser Arbeitsform nicht entgegenstehen. Im BAAINBw und seinen nachgeordneten Dienststellen sind derzeit ca. 500 Telearbeitsplätze eingerichtet Für Mitarbeiter bietet Telearbeit, neben einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine, flexible Arbeitsgestaltung nach persönlichem Arbeitsrhythmus. Weiterhin ermöglicht Telearbeit die Chance für Beschäftigte mit Familien-/und/oder Betreuungspflichten, ihre Wochenarbeitszeit zu erhöhen, um spätere Versorgungslücken möglichst gering zu halten. Zudem minimieren sich langen Anfahrzeiten für Pendler und Zeiten, die aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens im Stau verbracht werden müssen, können als Arbeitszeit genutzt werden. In der Regel führen die vorgenannten Aspekte zur Motivation der Beschäftigten und erhöht deren Produktivität. Im Ergebnis lässt sich also feststellen, dass Telearbeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu einer Win-Win Situation führt und alle Beteiligten von der Telearbeit profitieren. Fragt man jedoch Führungskräfte nach ihrer Einschätzung der Telearbeit, stehen diese dieser Arbeitsform eher kritisch gegenüber.
Warum ist das so?

Zunächst sind Vorgesetzte bislang in einer Präsenzkultur groß geworden. Dies heißt nichts anderes, als dass der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin in der Regel körperlich anwesend und jederzeit „verfügbar“ für den Vorgesetzten gewesen ist. Vorgesetzte beklagen daher, dass Telearbeiter an ihren Telearbeitstagen für spontane oder sehr kurzfristig anberaumte Besprechungen nicht zur Verfügung stehen. Vorgesetzte sind gezwungen Besprechungen besser zu koordinieren und klar zu strukturieren, um unnötig lange Besprechungen zu vermeiden. Bei genauerer Betrachtung könnte sich Telearbeit aus diesem Gesichtspunkt also als eher positiv auswirken. Davon würden auch die nicht in Telearbeit arbeitenden Mitarbeiter-/innen profitieren, da ansonsten die „hausgemachten“ Präsenzpflichten auf deren Rücken ausgetragen werden. Als weiterer Aspekt darf nicht außer Acht gelassen werden, dass nicht jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter für das Arbeitsmodell Telearbeit geeignet ist. Telearbeit erfordert Selbstdisziplin und Selbstorganisation. Beschäftigte, die nach einem Mitarbeitergespräch nach wie vor unzureichende Arbeitsergebnisse liefern, muss der Telearbeitsvertrag gekündigt werden können. Hier stehen Personalvertreter, Gleichstellungsbeauftragte und personalverantwortliche Vorgesetzte von Telearbeitern in der Pflicht. Eine Kontrolle der Arbeitsergebnisse setzt jedoch voraus, dass Vorgesetzte und Mitarbeiter wissen, welche Arbeitsergebnisse zu liefern sind. Sind hierzu keine Gespräche geführt und Vereinbarungen getroffen worden, wird ein Vorgesetzter nur schlecht begründen können, ob Arbeitsergebnisse ausreichend sind. Die Ablöse von einer reinen Präsenzkultur zu einer gelebten Ergebniskultur ist aufwendig und für den Vorgesetzten arbeitsintensiv, müssen doch Arbeitsvorgaben durchdacht, geplant und präzisiert werden, damit diese vom Mitarbeiter realisiert und umgesetzt werden können. Bei der heutigen Vakanzproblematik und der damit verbundenen Arbeitsverdichtung keine leicht zu lösende Aufgabe.

 Aufgrund der hierarchischen Behördenstruktur übernehmen immer noch Hochschulabsolventen automatisch Vorgesetztenfunktion, da sie der entsprechenden Laufbahn zugeordnet werden. Persönliche Qualifikationen für die Wahrnehmung von Führungsaufgaben wurden damit bislang regelmässig vorausgesetzt und nicht überprüft. Dies wurde in den Führungsetagen des BMVg erkannt und mittelfristig sind Schulungen von Führungskräften in Bezug auf Telearbeit und mobiles Arbeiten angedacht. Inzwischen werden Führungskräfte mehr in die Verantwortung des „Führens“ ihrer Mitarbeiter-/innen genommen und ihre Karrieremöglichkeiten nicht zuletzt an dem Gesamtergebnis ihres Verantwortungsbereiches gemessen. Keiner wird gezwungen Führungsaufgaben zu übernehmen. Wer sich diesen Anforderungen nicht stellen will, soll seine Verwendungswünsche dahingehend überdenken. Mitarbeiter können, da von ihnen bestmögliche Arbeitsergebnisse erwartet werden, im Gegenzug von ihren Vorgesetzten durchaus Engagement hinsichtlich der Mitarbeiterführung erwarten und in Bezug auf eigene berufliche Entwicklung eine gerechte Beurteilung ihrer Arbeitsergebnisse einfordern.  

Die Möglichkeit der Wahrnehmung von Telearbeit steigert die Attraktivität eines Arbeitgebers. Im Kampf um die besten Köpfe auf dem Arbeitsmarkt ist der Organisationsbereich BMVg gut beraten, diesen Aspekt nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Im Ergebnis also eine Win-Win Situation für alle! 

Ruheständler zu Gast bei Amazon

Besuch bei Amazone 30.6.16.jpeg

VBB 7.7.16.jpeg

Mehr als 60 Ruheständler aus dem Bereich IX hatten sich bei Ihrem Sprecher Peter Balmes angemeldet, um im Koblenzer Gewerbegebiet an der A 61 das hier ansässige Logistik-Center Amazon zu besuchen. Um alle Teilnehmermeldungen berücksichtigen zu können, gelang es Balmes, unter der Auflage der von Amazon vorgegebenen begrenzt zulässigen Besucherzahl kurzerhand einen zweiten Besuchstermin zu vereinbaren. Nach der Erfassung der Gruppen am Terminal mit Aushändigung der Besucherausweise erhielten die Besucher durch die Community Relations Managerin Sandra Leibnitz nach einer herzlichen Begrüßung zunächst eine multimedial unterstützte Einführung in die Historie der Amazon Distribution GmbH. Vor Beginn der 2-stündigen Führung durch die einzelnen Abteilungen erläuterte die Managerin die Sicherheitsbestimmungen und die damit verbundenen Auflagen und bat die Besucher alle persönlichen Gegenstände wie Handtaschen, Mobiltelefone, Armbanduhren, Geldbörsen, Schlüssel u.ä. im Besucherraum zu belassen, die hier vorhandenen gelben Warnwesten anzulegen, händigte Besuchern mit offenem Schuhwerk hauseigene Sicherheitsschuhe aus und wies darauf hin, dass vor Betreten der Betriebsstätte von allen eine flughafenähnliche Schleuse zu passieren sei, mit Ausnahme derer, die elektronische Körperhilfen z.B. Herzschrittmacher tragen. Nachdem jetzt noch alle Teilnehmer mit Personen-Führungsanlagen ausgestattet waren, erlebten die Besucher unter sachkundiger Führung der Relations Managerin in den großen weiträumigen Hallen unzählige lagernde Waren unterschiedlichster Art, die Warenanlieferung, Kennzeichnung der Waren und Regale mit Barcode, Organisation der Lagerung, umfassende Qualitätskontrollen bis hin zum Warenversand.1800 MitarbeiterInnen sorgen hier in Fest- oder Teilzeitanstellung im wechselnden Schichtbetrieb dafür, dass die Amazon Kunden Ihre bestellten Waren schnellstmöglich erhalten, bei Primabestellung garantiert am nächsten Tag. Und, so erklärte die Managerin in Zeiten besonders hoher Auftragslage wie in der Weihnachtszeit werden zusätzliche MitarbeiterInnen angeworben, um auch hier die Waren zeitgerecht schnellstmöglich dem Kunden liefern zu können. Die Entnahme der Waren aus den Lagerregalen, Warenzusammenstellung, Qualitätsprüfung, Verpackung und Versandvorbereitung erfolgen nicht automatisiert, sondern manuell durch die MitarbeiterInnen. Mit Spannung verfolgten die beiden Besuchergruppen die Arbeiten an den sogenannten Packstationen mit Erläuterungen zu den einzelnen Arbeitsgängen und waren überwältigt beim Durchschreiten der vielen Gänge mit den Warenregalen, die sich allesamt im ersten Obergeschoss befinden. Von hier werden die Warenzusammenstellungen über Förderband-Anlagen zu den Packstationen geleitet. Zum Abschluss der Führung mit Gruppenfoto bedanket sich Peter Balmes im Namen der beiden Besuchergruppen bei Sandra Leibnitz mit einem kleinen Weinpräsent aus der Region. Für die Relationsmanagerin gab es Großen Beifall für die umfassenden Informationen über Amazon.

 

VBB-Bereich IX

Copyright © 2016. All Rights Reserved.