Aktuelles

Telearbeit: Eine Win-Win Situation für Vorgesetzte und Mitarbeiter-/innen. Oder?

 Telearbeit, anfangs sehr restriktiv gehandhabt und auf wenige Dienstposten beschränkt, hat sich im Bereich BMVg mittlerweile zu einer Regelarbeitsform etabliert.

Unabhängig von sozialen Indikatoren kann der Antrag auf Einrichtung eines Telearbeitsplatzes gestellt werden. Einzig dienstliche Interessen dürfen dieser Arbeitsform nicht entgegenstehen. Im BAAINBw und seinen nachgeordneten Dienststellen sind derzeit ca. 500 Telearbeitsplätze eingerichtet Für Mitarbeiter bietet Telearbeit, neben einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine, flexible Arbeitsgestaltung nach persönlichem Arbeitsrhythmus. Weiterhin ermöglicht Telearbeit die Chance für Beschäftigte mit Familien-/und/oder Betreuungspflichten, ihre Wochenarbeitszeit zu erhöhen, um spätere Versorgungslücken möglichst gering zu halten. Zudem minimieren sich langen Anfahrzeiten für Pendler und Zeiten, die aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens im Stau verbracht werden müssen, können als Arbeitszeit genutzt werden. In der Regel führen die vorgenannten Aspekte zur Motivation der Beschäftigten und erhöht deren Produktivität. Im Ergebnis lässt sich also feststellen, dass Telearbeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu einer Win-Win Situation führt und alle Beteiligten von der Telearbeit profitieren. Fragt man jedoch Führungskräfte nach ihrer Einschätzung der Telearbeit, stehen diese dieser Arbeitsform eher kritisch gegenüber.
Warum ist das so?

Zunächst sind Vorgesetzte bislang in einer Präsenzkultur groß geworden. Dies heißt nichts anderes, als dass der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin in der Regel körperlich anwesend und jederzeit „verfügbar“ für den Vorgesetzten gewesen ist. Vorgesetzte beklagen daher, dass Telearbeiter an ihren Telearbeitstagen für spontane oder sehr kurzfristig anberaumte Besprechungen nicht zur Verfügung stehen. Vorgesetzte sind gezwungen Besprechungen besser zu koordinieren und klar zu strukturieren, um unnötig lange Besprechungen zu vermeiden. Bei genauerer Betrachtung könnte sich Telearbeit aus diesem Gesichtspunkt also als eher positiv auswirken. Davon würden auch die nicht in Telearbeit arbeitenden Mitarbeiter-/innen profitieren, da ansonsten die „hausgemachten“ Präsenzpflichten auf deren Rücken ausgetragen werden. Als weiterer Aspekt darf nicht außer Acht gelassen werden, dass nicht jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter für das Arbeitsmodell Telearbeit geeignet ist. Telearbeit erfordert Selbstdisziplin und Selbstorganisation. Beschäftigte, die nach einem Mitarbeitergespräch nach wie vor unzureichende Arbeitsergebnisse liefern, muss der Telearbeitsvertrag gekündigt werden können. Hier stehen Personalvertreter, Gleichstellungsbeauftragte und personalverantwortliche Vorgesetzte von Telearbeitern in der Pflicht. Eine Kontrolle der Arbeitsergebnisse setzt jedoch voraus, dass Vorgesetzte und Mitarbeiter wissen, welche Arbeitsergebnisse zu liefern sind. Sind hierzu keine Gespräche geführt und Vereinbarungen getroffen worden, wird ein Vorgesetzter nur schlecht begründen können, ob Arbeitsergebnisse ausreichend sind. Die Ablöse von einer reinen Präsenzkultur zu einer gelebten Ergebniskultur ist aufwendig und für den Vorgesetzten arbeitsintensiv, müssen doch Arbeitsvorgaben durchdacht, geplant und präzisiert werden, damit diese vom Mitarbeiter realisiert und umgesetzt werden können. Bei der heutigen Vakanzproblematik und der damit verbundenen Arbeitsverdichtung keine leicht zu lösende Aufgabe.

 Aufgrund der hierarchischen Behördenstruktur übernehmen immer noch Hochschulabsolventen automatisch Vorgesetztenfunktion, da sie der entsprechenden Laufbahn zugeordnet werden. Persönliche Qualifikationen für die Wahrnehmung von Führungsaufgaben wurden damit bislang regelmässig vorausgesetzt und nicht überprüft. Dies wurde in den Führungsetagen des BMVg erkannt und mittelfristig sind Schulungen von Führungskräften in Bezug auf Telearbeit und mobiles Arbeiten angedacht. Inzwischen werden Führungskräfte mehr in die Verantwortung des „Führens“ ihrer Mitarbeiter-/innen genommen und ihre Karrieremöglichkeiten nicht zuletzt an dem Gesamtergebnis ihres Verantwortungsbereiches gemessen. Keiner wird gezwungen Führungsaufgaben zu übernehmen. Wer sich diesen Anforderungen nicht stellen will, soll seine Verwendungswünsche dahingehend überdenken. Mitarbeiter können, da von ihnen bestmögliche Arbeitsergebnisse erwartet werden, im Gegenzug von ihren Vorgesetzten durchaus Engagement hinsichtlich der Mitarbeiterführung erwarten und in Bezug auf eigene berufliche Entwicklung eine gerechte Beurteilung ihrer Arbeitsergebnisse einfordern.  

Die Möglichkeit der Wahrnehmung von Telearbeit steigert die Attraktivität eines Arbeitgebers. Im Kampf um die besten Köpfe auf dem Arbeitsmarkt ist der Organisationsbereich BMVg gut beraten, diesen Aspekt nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Im Ergebnis also eine Win-Win Situation für alle! 

Bereichsleiter Wasserwirtschaft der EVM AG zu Gast bei den VBB- Ruheständlern

Peter Balmes, Sprecher der Ruhestandsbeamten-/Beamtinnen des VBB hatte die Pensionäre im Rahmen der monatlichen Treffen zu einer Veranstaltung rund um das Thema Trinkwasser in und um Koblenz, ins Soldatenheim Haus Horchheimer Höhe in Koblenz-Horchheim eingeladen. Mehr als 35 VBB´ler waren der Einladung zu dieser Veranstaltung gerne gefolgt. Als besonderen Gast und Referenten konnte Peter Balmes den Bereichsleiter „Wasserwirtschaft“ der Energieversorgung Mittelrhein (evm) AG, Wolfgang Kochhan begrüßen. Unterstützt durch eine multimediale Präsentation referierte Kochhan über Gewinnung, Aufbereitung und Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser. Der Referent stellte zu Beginn heraus, dass die Wasserqualität der Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein (VWM) GmbH und der Energieversorgung Mittelrhein (evm) AG auch bei wärmsten Temperaturen bislang immer gehalten werden konnte. Im Namen Trinkwasser steckt für den Verbraucher bereits die Aufforderung: „Trink Wasser!“ Kochhan erläuterte, dass das Trinkwasser in Koblenz und Umgebung eines der besten und am strengsten kontrollierten Lebensmittel sei, die uns zur Verfügung stehen und dies auch durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und das Umweltbundesamt (UBA) in ihrem herausgegebenen Prüfbericht das Trinkgut mit der Note sehr gut bewertet wurde.

ww2k.jpg

ww1k.jpg

Mit Blick auf immer wiederkehrende kritische Stimmen aus der Bevölkerung zu Zweifeln an der Güte des Wassers z.B. durch Mikroplastik-Rückstände im Rhein oder andere Kleinst-Rückstände, die mit Verunreinigung der Flüsse hierüber auch ins Trinkwasser gelingen könnten, weist Wasserexperte Kochhan darauf hin, dass diese Mikroplastik-Rückstände in der Uferpassage festgelegt werden und dadurch nicht ins Trinkwasser gelangen“. Bei einem Blick hinter die Kulissen präsentierte er, welchen Weg das Trinkwasser zurücklegt und wie hoch der Anspruch an Qualität und Sauberkeit ist. Als Experte für Wasserwirtschaft bei der evm trägt Kochhan im Auftrag der VWM die Verantwortung zur Versorgung der Einwohner von Koblenz, Vallendar und Lahnstein. Die Versorgung erfolgt über das Wasserwerk Oberwerth, in dem seit 1886 Trinkwasser gewonnen, aufbereitet und weiterverteilt wird. Und das hier geförderte Wasser stammt überwiegend aus dem Uferfiltrat des Rheins und einem landseitigen Zustrom mit unterschiedlich langen Fließzeiten im Untergrund mit einer Dauer zwischen acht und mehr als 100 Tagen, abhängig vom Weg den das Wasser hierbei zurücklegt, erläuterte der Referent. Bis zu den Brunnen im Untergrund durchfließt das Wasser unzählige Porenkanäle, in denen Verunreinigungen mit einer ersten natürlichen Filterung durch die Gesteinsschichten des Rheins, zurückgehalten und abgebaut werden. Weitere Aufbereitungsprozesse erfolgen dann im Wasserwerk selbst – der wichtigste Abschnitt des Reinigungsprozesses wird in den Aktivkohlefiltern vorgenommen, wo dem Wasser letzte Stoffe entzogen werden, die für den Konsum nicht enthalten sein sollen. „Ab hier kann man bedenkenlos ein Glas Wasser entnehmen und trinken“, bestätigt Wolfgang Kochhan. Zusätzlich wird das System rund um die Uhr sowohl technisch, als auch durch fachkundiges Personal überwacht. Rund 360 Proben werden jährlich entnommen und von einem unabhängigen Institut geprüft. „Unser Trinkwasser eignet sich daher nicht nur zum Waschen, sondern auch, um den eigenen Durst zu stillen“, verrät Wolfgang Kochhan abschließend. „Egal ob bei hohen oder niedrigen Temperaturen: Trinkwasser steht in ausreichender Menge und zu bester Qualität auch in diesem Jahr zur Verfügung. Im Anschluss stand der Wasserexperte in einer Diskussionsrunde für Fragen zur Verfügung. Unter großem Beifall bedankte sich Peter Balmes bei Wolfgang Kochhan für die hervorragende Präsentation und die Einblicke in die Qualität unserer Trinkwassergewinnung- und Versorgung. Die Veranstaltung fand in geselliger Runde der Pensionäre bei guten Gesprächen ihren Abschluss.

Ruheständler zu Gast bei Amazon

Besuch bei Amazone 30.6.16.jpeg

VBB 7.7.16.jpeg

Mehr als 60 Ruheständler aus dem Bereich IX hatten sich bei Ihrem Sprecher Peter Balmes angemeldet, um im Koblenzer Gewerbegebiet an der A 61 das hier ansässige Logistik-Center Amazon zu besuchen. Um alle Teilnehmermeldungen berücksichtigen zu können, gelang es Balmes, unter der Auflage der von Amazon vorgegebenen begrenzt zulässigen Besucherzahl kurzerhand einen zweiten Besuchstermin zu vereinbaren. Nach der Erfassung der Gruppen am Terminal mit Aushändigung der Besucherausweise erhielten die Besucher durch die Community Relations Managerin Sandra Leibnitz nach einer herzlichen Begrüßung zunächst eine multimedial unterstützte Einführung in die Historie der Amazon Distribution GmbH. Vor Beginn der 2-stündigen Führung durch die einzelnen Abteilungen erläuterte die Managerin die Sicherheitsbestimmungen und die damit verbundenen Auflagen und bat die Besucher alle persönlichen Gegenstände wie Handtaschen, Mobiltelefone, Armbanduhren, Geldbörsen, Schlüssel u.ä. im Besucherraum zu belassen, die hier vorhandenen gelben Warnwesten anzulegen, händigte Besuchern mit offenem Schuhwerk hauseigene Sicherheitsschuhe aus und wies darauf hin, dass vor Betreten der Betriebsstätte von allen eine flughafenähnliche Schleuse zu passieren sei, mit Ausnahme derer, die elektronische Körperhilfen z.B. Herzschrittmacher tragen. Nachdem jetzt noch alle Teilnehmer mit Personen-Führungsanlagen ausgestattet waren, erlebten die Besucher unter sachkundiger Führung der Relations Managerin in den großen weiträumigen Hallen unzählige lagernde Waren unterschiedlichster Art, die Warenanlieferung, Kennzeichnung der Waren und Regale mit Barcode, Organisation der Lagerung, umfassende Qualitätskontrollen bis hin zum Warenversand.1800 MitarbeiterInnen sorgen hier in Fest- oder Teilzeitanstellung im wechselnden Schichtbetrieb dafür, dass die Amazon Kunden Ihre bestellten Waren schnellstmöglich erhalten, bei Primabestellung garantiert am nächsten Tag. Und, so erklärte die Managerin in Zeiten besonders hoher Auftragslage wie in der Weihnachtszeit werden zusätzliche MitarbeiterInnen angeworben, um auch hier die Waren zeitgerecht schnellstmöglich dem Kunden liefern zu können. Die Entnahme der Waren aus den Lagerregalen, Warenzusammenstellung, Qualitätsprüfung, Verpackung und Versandvorbereitung erfolgen nicht automatisiert, sondern manuell durch die MitarbeiterInnen. Mit Spannung verfolgten die beiden Besuchergruppen die Arbeiten an den sogenannten Packstationen mit Erläuterungen zu den einzelnen Arbeitsgängen und waren überwältigt beim Durchschreiten der vielen Gänge mit den Warenregalen, die sich allesamt im ersten Obergeschoss befinden. Von hier werden die Warenzusammenstellungen über Förderband-Anlagen zu den Packstationen geleitet. Zum Abschluss der Führung mit Gruppenfoto bedanket sich Peter Balmes im Namen der beiden Besuchergruppen bei Sandra Leibnitz mit einem kleinen Weinpräsent aus der Region. Für die Relationsmanagerin gab es Großen Beifall für die umfassenden Informationen über Amazon.

 

VBB-Bereich IX

Copyright © 2016. All Rights Reserved.